Demoaufruf 21.11.2015, 14:00, Franziskanerplatz

Wir wollen am kommenden Samstag ein starkes Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität zeigen, während die neo-faschistische und rechtsextreme Gruppierung der “Identitären“ eine menschenverachtende und verhetzende Kundgebung im Herzen Innsbrucks abhalten wird.

Wir lassen uns diese bunte und solidarische Stadt nicht nehmen. Mit einem durch Innsbruck führenden Demozug mitsamt Musik und einer anschließenden Kundgebung am Stadtforum zeigen wir unsere Solidarität und Menschlichkeit mit allen Menschen.

Innsbruck ist solidarisch.
Innsbruck ist menschlich.
Wir lassen uns dies nicht nehmen.

Sei auch du dabei, wenn Innsbruck am 21.11. ein Zeichen für Solidarität und Menschlickeit setzt.

14.00 Uhr Treffpunkt Franziskanerplatz
14.30 Uhr Start des Umzuges
15.15 Uhr Abschlusskundgebung: Stadtforum (vor dem Central)

Innsbruck gegen Faschismus lädt zum Faschingsfest für Weltoffenheit

“Wir sehen nicht tatenlos zu, wie der Faschismus salonfähig gemacht wird.”

Am 11.11.2014 um 17:00 vor Gasthaus Bierstindl, Klostergasse 6, 6020 Innsbruck.
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Die Entwicklung der rechten Szene in Tirol ist bedenklich. Direkte politisch motivierte Angriffe auf Menschen sind keine Seltenheit mehr. Die Schmieraktion beim Telfer Minarett oder der Angriff auf das Flüchtlingsheim in Fieberbrunn sind die traurigen Höhepunkte dieser Entwicklung.

Besonders erschreckend: der überwiegende Teil von Medien, Politik, Exekutive und Justiz – kurz: der Gesellschaft – ist eher daran interessiert derartige Vorfälle zu bagatellisieren, als lückenlos aufzuklären. Und auch der zivilgesellschaftliche Aufschrei blieb bislang aus. Ein Grund dafür ist die systematische Verharmlosung von rechtem, diskriminierenden und faschistischen Gedankengut, wie sie insbesondere die FPÖ konsequent vorantreibt.

Die Strategie dabei ist einfach und hinterlistig zugleich: Einerseits distanziert man sich öffentlich vom rechten Rand, andererseits beschwört man im halböffentlichen Raum faschistische Ideologien, hetzt gegen Religionsgruppen, diskriminiert Frauen und umgibt sich gerne mit rechtsextremen Burschenschaften und anderen Gruppierungen. Ziel dabei ist es, den Schein der Distanz zum rechten Rand aufrecht zu erhalten und gleichzeitig politische Legitimität – und vor allem Normalität – für sich zu beanspruchen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die Umdeutung von Begrifflichkeit, Problemen und Orten.

Eine solche Umdeutung beobachten wir beim Innsbrucker Bierstindl. Früher ein Ort der Begegnung und der kulturellen Vielfalt, wird das Gasthaus heute von rechten bis rechtsextremen Gruppen wie der FPÖ oder der Suevia vereinnahmt. Damit wird ihnen nicht nur vom Betreiber ein Raum für ihre Hetze und ihre Ideologien eingeräumt, es findet auch eine Neudefinition dessen statt, was allgemein unter “Kulturgasthof” verstanden wird.

Insofern geht es beim Innsbrucker Bierstindl nicht nur um die rechte Spinner, die dort deutschnationale Lieder anstimmen, sondern auch und vor allem um die Deutungshoheit darüber, was Kultur bedeutet und wer den Kulturraum für sich beanspruchen darf.

Für uns ist klar: Die Rechten gehören nicht zu unserer Kultur, sie sind die Feinde unserer Kultur.
Deshalb stehen wir auf. Gegen rechte Hetze und gegen die Vereinnahmung unseres Lebens- und Kulturraumes durch rechte Gruppierungen.
Wir feiern die Vielfalt und Offenheit unserer Gesellschaft beim “Faschingsfest für Weltoffenheit” und setzen so ein buntes, lautes und fröhliches Zeichen.

Netzwerk gegen Rechts

Netzwerke gegen Rechts – 05. April, 19.00, Haus der Begegnung

Die Burschis haben wir in ihre Schranken verwiesen – der Kampf gegen den Faschismus ist aber lange noch nicht vorbei.
Deshalb hat das Netzwerk Innsbruck gegen Faschismus führende ExpertInnen aus ganz Österreich eingeladen. Einen Abend lang sprechen wir darüber, was Faschismus heute bedeutet, welche Rolle er in der Gesellschaft spielt, wie Netzwerke gegen Rechts funktionieren, was sie erfolgreich macht und wie sie noch besser werden können.
Die Impulsvorträge werden das Problem des Faschismus aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Einblicke in die Arbeit von antifaschistischen Netzwerken bieten.
Daran anschließend findet eine offene Diskussion statt, bei der alle Anwesenden mitreden können.

Vortragende:
Robert Eiter, Antifa-Netzwerk Oberösterreich
Julia Spacil, Offensive gegen Rechts

Moderation:
Marco Neher, Innsbruck gegen Faschismus

Wir würden uns freuen, möglichst viele Antifaschist_innen begrüßen zu können, um über die Zukunft der antifaschistischen Arbeit in Tirol zu sprechen – und natürlich auch, um die eine oder den anderen neue_n Unterstützer_in dazu zu gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

https://www.facebook.com/events/261786127326040/

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Presseinformation: Starkes Zeichen gegen Burschenschaftertreffen in Innsbruck

Etwa 2500 Menschen sind heute dem Aufruf des Aktionsbündnisses „Innsbruck gegen Faschismus“ zur Großdemonstration gegen das Burschenschaftertreffen gefolgt. „Ich bedanke mich im Namen des Aktionsbündnisses bei allen TeilnehmerInnen für die tolle Atmosphäre und dieses starke und friedliche Zeichen der Zivilgesellschaft gegen Faschismus“, freut sich Bündnissprecherin Claudia Schütz über eine „bunte Demonstration für Toleranz und Vielfalt“. Weiterlesen

Presseinformation: DEMO FÜR TOLERANZ, VIELFALT UND GLEICHBERECHTIGUNG

Das Aktionsbündnis „Innsbruck gegen Faschismus“ begrüßt die Auflösung des Vertrages mit der Burschenschaft Brixia durch die EigentümerInnen der CMI. Es ist ein wichtiges Zeichen gegen Rechts in der Stadt Innsbruck. Ein noch schöneres Zeichen ist für das Bündnis, dass Politik und Zivilgesellschaft bei diesem Punkt eine Einheit gebildet haben. „Wir haben es gemeinsam geschafft“, freut sich die Sprecherin des Aktionsbündnis „Innsbruck gegen Faschismus“ Claudia Schütz, und kündigt die zweitägige Aktionsreihe am Freitag und am Samstag in der Innenstadt an. Weiterlesen

Presseinformation: Innsbruck muss Haltung gegen Rechts zeigen!

Das Aktionsbündnis „Innsbruck gegen Faschismus“ unterstreicht die gesellschaftspolitische Bedeutung eines sofortigen Rücktritts der CMI von dem Vertrag mit der „Deutschen Burschenschaft“, die am kommenden Samstag ihre Verbandstagung in der Innsbrucker Messe abhalten wollen. „Gerade im Hinblick auf die bedenklich undifferenzierten Aussagen des WK-Präsidenten Bodenseer, erscheint es uns umso wichtiger, darauf zu pochen, dass die Stadt Innsbruck Haltung gegen rechts zeigt“, äußert sich Bündnissprecherin Claudia Schütz. Es sei wohl noch nicht überall angekommen, dass es einen Unterschied zwischen der Gewährung freier Meinungsäußerung und der aktiven städtischen Unterstützung deutschnationalistischer Zusammenkünfte rechter Gesinnung gibt. Gegen eine solche Unterstützung faschistischer Gruppierungen im öffentlichen Raum auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren, stelle ein wichtiges Zeichen der demokratischen Überzeugung der Innsbrucker Zivilgesellschaft dar. Die Aussage Bodenseers im Hinblick auf den Widerstand des Bündnisses, dass heute ja schon gegen alles demonstriert würde, erachtet das Bündnis als lächerlich, relativierend und revisionistisch. „Bei der DB handelt es sich um patriarchale Männerseilschaften, die Ariernachweise fordern und offenen Rassismus und Kulturchauvinismus leben – als lustig ist das nicht zu bezeichnen“, gibt Schütz zu bedenken.

Das Bündnis kritisiert, dass sich die Verantwortlichen von Stadt, Land und CMI viel früher mit der Sachlage hätten auseinander setzen sollen bzw. es gar nicht zu einem Vertrag hätten kommen lassen sollen. „Mit diesem Versäumnis kann die Verantwortung kaum weggeschoben werden – im Gegenteil: Die Verantwortlichen stehen nun vielmehr in der Pflicht, ihr Versäumnis rückgängig zu machen“, so Schütz. „Wir fordern daher alle EigentümerInnen auf, mit uns ein Zeichen gegen geschichtsrevisionistische Machenschaften zu setzen, indem sie die Deutschen Burschenschaften nicht in von uns SteuerzahlerInnen finanzierten Räumlichkeiten tagen lassen“.