Kategorie-Archiv: Aktuelles

Presseinformation Tag X Demo am 18.12. 18.30 Landhausplatz Innsbruck

Gegen die Normalisierung von Rechtsextremismus


Demonstration am Tag der Angelobung: Montag um 18.30, Landhausplatz Innsbruck




Das Aktionsbündnis ‚Innsbruck gegen Faschismus‘, dem zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen angehören, ruft für den Tag der Angelobung der schwarz-blauen Bundesregierung zum Protest und zur Demonstration auf. „Wir starten am Montag den 18.12. um 18.30 beim Innsbrucker Landhausplatz und hoffen auf breite Beteiligung und einen lauten Protest der Zivilgesellschaft“, ruft Bündnissprecherin Berrin Bakmaz all jene auf, „die sich gegen die Verharmlosung und Normalisierung von Rechtsextremismus in Politik und Gesellschaft wehren wollen“.

„Wir können nicht einfach wegschauen, wenn Rechtsextremismus wieder in Ministerien und Staatssekretariaten zur Tagesordnung gehören soll“, ist für Bündnissprecher Joe Tiefenbrunner klar: „Kornblumen, Nähe zu Neonazis, Xenophobie, schlagende Burschenschafter und Antidemokraten dürfen nicht unwidersprochen die wichtigsten Ämter der Republik übernehmen. Deswegen tragen wir den Protest in die Öffentlichkeit.“ Demokratie verpflichte alle „hinzuschauen und darauf hinzuweisen, welche Politik und welche Personen die Macht übernehmen wollen“.

Zugleich zeige das bisherige Regierungsprogramm, dass von der im Wahlkampf viel propagierten „Politik für den kleinen Mann“ der selbst ernannten „sozialen Heimatpartei“ heute nichts mehr übrig sei. „Unternehmenssteuern sollen gesenkt werden, über leistbares Wohnen wird kaum noch gesprochen, während zugleich der 12-Stunden-Arbeitstag eingeführt oder die Mindestsicherung weiter verschärft werden“, ergänzt Bakmaz, die eine neoliberale Umverteilung zugunsten der Wohlhabenden ortet. 

„Wir wehren uns gegen den Frontalangriff auf die Menschenrechte, gegen Rassismus, Sozialabbau, Hetze gegen Minderheiten, massive Rückschritte in der Bildungspolitik, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen an den Universitäten, rückwärtsgewandte Gesundheitspolitik und die drohende autoritäre und totalitäre schwarz-blaue Wende. Komm’ mit zur Demo am Landhausplatz und melde dich bei innsbruckgegenfaschismus.at für weitere Aktionen“, rufen Bakmaz und Tiefenbrunner abschließend auf.

Tag X Demo

Wir – NGOs, Flüchtlingsinitiativen, politische und ­zivilgesellschaftliche Organisationen und Bündnisse, sowie engagierte Persönlichkeiten – ­finden uns mit dem Rechtsruck nicht ab! Am Tag, an dem die schwarz-blaue Regierung angelobt wird („Tag X“), werden wir bunt, lautstark und zahlreich am Landhausplatz in Innsbruck protestieren! Für den darauf folgenden Samstag rufen wir zur bundesweiten Großdemonstration um 14 Uhr am Wiener Westbahnhof auf!

Was bedeutet Schwarz und Blau? Rassismus und Sozialabbau! FPÖ und ÖVP planen massive Einschnitte im Pensions-, Gesundheits- und ­Sozialsystem, sowie Angriffe auf die Gewerkschaften und die Schwächung der Arbeiterkammer. Betroffen sind vor allem jene Menschen, die schon jetzt am stärksten unter dem bestehenden System leiden – Alleinerzieherinnen, Schutzsuchende, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und viele andere; meist jene, die von den Wahlen ausgeschlossen werden und gar nicht mitbestimmen dürfen.

Muslim_innen, Flüchtlinge und Ausländer_innen werden gleichzeitig zu Sündenböcken für alles erklärt. Der Rassismus normalisiert den Rechtsextremismus und soll davon ablenken, dass mit der FPÖ eine antidemokratische Partei mit engen Beziehungen ins Neonazi-Milieu erneut Einzug in die höchsten Ämter des Staates findet. Dieser Rechtsruck wird Auswirkungen auf uns alle haben. Dementsprechend breit kann die Protest­bewegung dagegen werden!
Wir laden alle solidarischen Menschen ein, sich an den Protesten zu beteiligen! Mit Töpfen und Pfannen wollen wir ein lautes Zeichen setzen und mit Kerzen und Lichtern wollen wir sichtbar sein!

Nein zu Rassismus, Sexismus und Sozialabbau!
Schluss mit der Normalisierung von Rechtsextremismus!

Demoaufruf 21.11.2015, 14:00, Franziskanerplatz

Wir wollen am kommenden Samstag ein starkes Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität zeigen, während die neo-faschistische und rechtsextreme Gruppierung der “Identitären“ eine menschenverachtende und verhetzende Kundgebung im Herzen Innsbrucks abhalten wird.

Wir lassen uns diese bunte und solidarische Stadt nicht nehmen. Mit einem durch Innsbruck führenden Demozug mitsamt Musik und einer anschließenden Kundgebung am Stadtforum zeigen wir unsere Solidarität und Menschlichkeit mit allen Menschen.

Innsbruck ist solidarisch.
Innsbruck ist menschlich.
Wir lassen uns dies nicht nehmen.

Sei auch du dabei, wenn Innsbruck am 21.11. ein Zeichen für Solidarität und Menschlickeit setzt.

14.00 Uhr Treffpunkt Franziskanerplatz
14.30 Uhr Start des Umzuges
15.15 Uhr Abschlusskundgebung: Stadtforum (vor dem Central)

Innsbruck gegen Faschismus lädt zum Faschingsfest für Weltoffenheit

“Wir sehen nicht tatenlos zu, wie der Faschismus salonfähig gemacht wird.”

Am 11.11.2014 um 17:00 vor Gasthaus Bierstindl, Klostergasse 6, 6020 Innsbruck.
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Die Entwicklung der rechten Szene in Tirol ist bedenklich. Direkte politisch motivierte Angriffe auf Menschen sind keine Seltenheit mehr. Die Schmieraktion beim Telfer Minarett oder der Angriff auf das Flüchtlingsheim in Fieberbrunn sind die traurigen Höhepunkte dieser Entwicklung.

Besonders erschreckend: der überwiegende Teil von Medien, Politik, Exekutive und Justiz – kurz: der Gesellschaft – ist eher daran interessiert derartige Vorfälle zu bagatellisieren, als lückenlos aufzuklären. Und auch der zivilgesellschaftliche Aufschrei blieb bislang aus. Ein Grund dafür ist die systematische Verharmlosung von rechtem, diskriminierenden und faschistischen Gedankengut, wie sie insbesondere die FPÖ konsequent vorantreibt.

Die Strategie dabei ist einfach und hinterlistig zugleich: Einerseits distanziert man sich öffentlich vom rechten Rand, andererseits beschwört man im halböffentlichen Raum faschistische Ideologien, hetzt gegen Religionsgruppen, diskriminiert Frauen und umgibt sich gerne mit rechtsextremen Burschenschaften und anderen Gruppierungen. Ziel dabei ist es, den Schein der Distanz zum rechten Rand aufrecht zu erhalten und gleichzeitig politische Legitimität – und vor allem Normalität – für sich zu beanspruchen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die Umdeutung von Begrifflichkeit, Problemen und Orten.

Eine solche Umdeutung beobachten wir beim Innsbrucker Bierstindl. Früher ein Ort der Begegnung und der kulturellen Vielfalt, wird das Gasthaus heute von rechten bis rechtsextremen Gruppen wie der FPÖ oder der Suevia vereinnahmt. Damit wird ihnen nicht nur vom Betreiber ein Raum für ihre Hetze und ihre Ideologien eingeräumt, es findet auch eine Neudefinition dessen statt, was allgemein unter “Kulturgasthof” verstanden wird.

Insofern geht es beim Innsbrucker Bierstindl nicht nur um die rechte Spinner, die dort deutschnationale Lieder anstimmen, sondern auch und vor allem um die Deutungshoheit darüber, was Kultur bedeutet und wer den Kulturraum für sich beanspruchen darf.

Für uns ist klar: Die Rechten gehören nicht zu unserer Kultur, sie sind die Feinde unserer Kultur.
Deshalb stehen wir auf. Gegen rechte Hetze und gegen die Vereinnahmung unseres Lebens- und Kulturraumes durch rechte Gruppierungen.
Wir feiern die Vielfalt und Offenheit unserer Gesellschaft beim “Faschingsfest für Weltoffenheit” und setzen so ein buntes, lautes und fröhliches Zeichen.

Netzwerk gegen Rechts

Netzwerke gegen Rechts – 05. April, 19.00, Haus der Begegnung

Die Burschis haben wir in ihre Schranken verwiesen – der Kampf gegen den Faschismus ist aber lange noch nicht vorbei.
Deshalb hat das Netzwerk Innsbruck gegen Faschismus führende ExpertInnen aus ganz Österreich eingeladen. Einen Abend lang sprechen wir darüber, was Faschismus heute bedeutet, welche Rolle er in der Gesellschaft spielt, wie Netzwerke gegen Rechts funktionieren, was sie erfolgreich macht und wie sie noch besser werden können.
Die Impulsvorträge werden das Problem des Faschismus aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Einblicke in die Arbeit von antifaschistischen Netzwerken bieten.
Daran anschließend findet eine offene Diskussion statt, bei der alle Anwesenden mitreden können.

Vortragende:
Robert Eiter, Antifa-Netzwerk Oberösterreich
Julia Spacil, Offensive gegen Rechts

Moderation:
Marco Neher, Innsbruck gegen Faschismus

Wir würden uns freuen, möglichst viele Antifaschist_innen begrüßen zu können, um über die Zukunft der antifaschistischen Arbeit in Tirol zu sprechen – und natürlich auch, um die eine oder den anderen neue_n Unterstützer_in dazu zu gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

https://www.facebook.com/events/261786127326040/

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Presseinformation: Starkes Zeichen gegen Burschenschaftertreffen in Innsbruck

Etwa 2500 Menschen sind heute dem Aufruf des Aktionsbündnisses „Innsbruck gegen Faschismus“ zur Großdemonstration gegen das Burschenschaftertreffen gefolgt. „Ich bedanke mich im Namen des Aktionsbündnisses bei allen TeilnehmerInnen für die tolle Atmosphäre und dieses starke und friedliche Zeichen der Zivilgesellschaft gegen Faschismus“, freut sich Bündnissprecherin Claudia Schütz über eine „bunte Demonstration für Toleranz und Vielfalt“. Weiterlesen

Presseinformation: DEMO FÜR TOLERANZ, VIELFALT UND GLEICHBERECHTIGUNG

Das Aktionsbündnis „Innsbruck gegen Faschismus“ begrüßt die Auflösung des Vertrages mit der Burschenschaft Brixia durch die EigentümerInnen der CMI. Es ist ein wichtiges Zeichen gegen Rechts in der Stadt Innsbruck. Ein noch schöneres Zeichen ist für das Bündnis, dass Politik und Zivilgesellschaft bei diesem Punkt eine Einheit gebildet haben. „Wir haben es gemeinsam geschafft“, freut sich die Sprecherin des Aktionsbündnis „Innsbruck gegen Faschismus“ Claudia Schütz, und kündigt die zweitägige Aktionsreihe am Freitag und am Samstag in der Innenstadt an. Weiterlesen