Presseinformation: Innsbruck muss Haltung gegen Rechts zeigen!

Das Aktionsbündnis „Innsbruck gegen Faschismus“ unterstreicht die gesellschaftspolitische Bedeutung eines sofortigen Rücktritts der CMI von dem Vertrag mit der „Deutschen Burschenschaft“, die am kommenden Samstag ihre Verbandstagung in der Innsbrucker Messe abhalten wollen. „Gerade im Hinblick auf die bedenklich undifferenzierten Aussagen des WK-Präsidenten Bodenseer, erscheint es uns umso wichtiger, darauf zu pochen, dass die Stadt Innsbruck Haltung gegen rechts zeigt“, äußert sich Bündnissprecherin Claudia Schütz. Es sei wohl noch nicht überall angekommen, dass es einen Unterschied zwischen der Gewährung freier Meinungsäußerung und der aktiven städtischen Unterstützung deutschnationalistischer Zusammenkünfte rechter Gesinnung gibt. Gegen eine solche Unterstützung faschistischer Gruppierungen im öffentlichen Raum auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren, stelle ein wichtiges Zeichen der demokratischen Überzeugung der Innsbrucker Zivilgesellschaft dar. Die Aussage Bodenseers im Hinblick auf den Widerstand des Bündnisses, dass heute ja schon gegen alles demonstriert würde, erachtet das Bündnis als lächerlich, relativierend und revisionistisch. „Bei der DB handelt es sich um patriarchale Männerseilschaften, die Ariernachweise fordern und offenen Rassismus und Kulturchauvinismus leben – als lustig ist das nicht zu bezeichnen“, gibt Schütz zu bedenken.

Das Bündnis kritisiert, dass sich die Verantwortlichen von Stadt, Land und CMI viel früher mit der Sachlage hätten auseinander setzen sollen bzw. es gar nicht zu einem Vertrag hätten kommen lassen sollen. „Mit diesem Versäumnis kann die Verantwortung kaum weggeschoben werden – im Gegenteil: Die Verantwortlichen stehen nun vielmehr in der Pflicht, ihr Versäumnis rückgängig zu machen“, so Schütz. „Wir fordern daher alle EigentümerInnen auf, mit uns ein Zeichen gegen geschichtsrevisionistische Machenschaften zu setzen, indem sie die Deutschen Burschenschaften nicht in von uns SteuerzahlerInnen finanzierten Räumlichkeiten tagen lassen“.